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Problematik unerwünschte Substanzen in Kosmetika


Mineralöle in Kosmetika

Zu diesem Thema gibt es im Internet viele Quellen, Stiftung Warentest hat Mitte 2015 verschiedene Kosmetika in dem Zusammenhang getestet.
Suchmaschinen werden viele Ergebnisse liefern.

Was ist Mineralöl?


Mineralöl wird aus Erdöl gewonnen, genau wie die Kraftstoffe für Fahrzeuge. Nach der Reinigung erhält man eine weißlich - durchsichtige Masse, Beispiel: Vaseline. 

Vorteil des Rohstoffes auf Mineralölbasis: eine gleichbleibende Qualität kann gewährleistet werden. Pflanzen unterliegen Umgebungseinflüssen, die Einfluss auf die Qualität der Fette nehmen. (Dauerregen, Trockenheit, zuviel/zuwenig Sonne...). Mineralölbasierte Fette sind reine Stoffe, geruchsfrei, ohne Leben, unbegrenzt haltbar.

Mineralölbasierte Rohstoffe werden von der Haut nicht aufgenommen, sie dringen in die obersten Hautschichten ein und dichten die Haut ab - wie eine Frischhaltefolie. Auch Falten können prima aufgefüllt werden!

Bei all den Vorteilen von mineralölbasierten Rohstoffen - warum dann nicht auf die Haut bringen?


Mineralöl enthält MOAH - Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons auf deutsch: aromatische Kohlenwasserstoffe. Und MOSH (gesättigte Mineralöl Kohlenwasserstoffe) - Mineralöl ist ein Hauptbestandteil vieler Kosmetika. Die MOAH stehen im Verdacht, Krebs zu erregen. MOSH reichern sich im Körper an und können Granulome in Leber, Milz und Lymhknoten bilden.
Ganz unsympathisch sind mir in diesem Zusammenhang Kosmetika im Gesicht, besonders auf den Lippen, so werden MOSH und MOAH auch gegessen und gelangen in unser Verdauungssystem.

Vorteil Pflanzenfette: enthalten weitere Pflanzenbestandteile, die zwar einerseits zum Verderb beitragen - aber vorher in Form von Phytosterolen, Vitaminen und vielen weiteren wichtigen Inhaltsstoffen die Haut pflegen. Pflanzenfette werden von der Haut aufgenommen, in die Struktur eingearbeitet, sie fördern eine natürliche Hautfunktion.

Hormonell wirksame Stoffe

Der BUND hat 2013 eine  Studie zu hormonell wirksamen Stoffen in Kosmetika (Link öffnet neues Fenster) durchgeführt. Der Einsatz hormonell wirksamer Stoffe erfolgt in Kosmetika vor allem als Konservierungsmittel und UV-Filter. Der Körper nimmt diese Stoffe über die Haut auf. Problem: sie stören sensible Entwicklungsphasen des Menschen, angefangen beim Föten im Mutterleib über die Entwicklungsstufen bis ins Erwachsenenalter hinein. Das Problem ist weniger ein einziges mit hormonell wirksamen Stoffen belastetes Produkt als vielmehr die Summe der Körperreinigungs- und -pflegeprodukte, die wir uns täglich auf Haut und in Haare schmieren (="Cocktaileffekt"). Wer sich schon vor dem Kauf über eventuell vorhandene Hormone in Kosmetika klarer sein möchte, kann die vom BUND herausgegebene App "ToxFox - Kosmetikcheck" nutzen (Link dazu in der oben genannten Studie).

 
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